bücher


Hippocampus

Hippocampus Gertraud Klemm.
Roman
Kremayr & Scheriau
384 Seiten, August 2019


Helene Schulze, vergessene Autorin der feministischen Avantgarde, ist tot. Jetzt wird sie als Kandidatin für den Deutschen Buchpreis gehandelt. Ihre Freundin Elvira Katzenschlager soll den Nachlass sortieren und findet sich unversehens in einer Marketingmaschinerie voll Gier, Neid und Sensationsgeilheit wieder. Empört bricht sie ein großes Nachruf-Interview ab und begibt sich mit dem wesentlich jüngeren Kameramann Adrian auf einen Roadtrip durch Österreich, um die verzerrte Biografie ihrer Freundin richtigzustellen. Was als origineller Rachefeldzug beginnt, wird immer mehr zum Kreuzzug gegen Bigotterie und Sexismus. Sie verkleiden Heldenstatuen, demontieren Bildstöcke und stören Preisverleihungen. Immer atemloser, immer krimineller werden die Regelbrüche der beiden auf ihrem Weg nach Neapel, wo die letzte Aktion geplant ist.

Gertraud Klemm legt den Finger dorthin, wo es wehtut. Am Beispiel der Literaturbranche zeigt sie, wie es um die gleichberechtigte Wahrnehmung von Frauen tatsächlich steht; und dass es mehr Rebellion und Mut braucht, um wirklich etwas zu verändern.

Pressestimmen

www.kremayr-scheriau.at





erbsen



Erbsenzählen Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
160 Seiten, August 2017

Wie kann man in einer von Regeln und Normen durchdrungenen Welt frei leben? Vor nicht weniger als dieser Frage steht die fast 30-jährige Annika. Job geschmissen, mehr kellnernd als studierend lehnt sie sich nonchalant gegen die unsägliche Erbsenzählerei auf: Ehe, Kinder, Eigenheim? Vielleicht noch ein bisschen Karriere? Das soll alles sein? Aber wie lassen sich Ideal und Lebenswirklichkeit vereinbaren, wenn die Gefühlswelt zu ihrem fast doppelt so alten Partner Alfred durcheinandergerät oder sie die »Stieftussi« für dessen 13-jährigen Sohn Elias spielen muss? Gelingt das Entrinnen aus den Mühlen der Bürgerlichkeit? Ebenso scharfzüngig wie humorvoll erzählt Gertraud Klemm von einer Frau, die sich der neoliberalen Leistungs- und der traditionellen Wertegesellschaft zu entziehen versucht.

Pressestimmen

Droschl Verlag







aberland

Muttergehäuse Gertraud Klemm.
Roman
Kremayr & Scheriau
Frühjahr 2016


Eine Frau will ein Kind, aber ihr Körper versagt es ihr. Also nimmt sie den Kampf gegen sich selbst auf und macht ihren Körper zum Feind. Als sie sich zur Adoption eines afrikanischen Kindes entscheidet, ist ihr Defizit für alle sichtbar. Freunde werden zu Leuten und Leute zu Fremden. Die Mühlen der Bürokratie tun ihr Übriges. Ein kämpferischer Roman, ein Plädoyer für ein Leben abseits der Norm. Gertraud Klemm ist Meisterin darin, der Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vorzuhalten. In wütender und poetisch kraftvoller Sprache, geht sie ihren Figuren auf den Grund, bis sie vollkommen entblößt sind und nackt vor uns stehen.
„Mein Embryo wird in Papier gepackt, Schicht um Schicht. Formulare sind sein Uterus, ein kaltes Knistern sein Nest. Schranken begrenzen meine Mutterschaft, Bewilligungen, rechte Winkel, Bedingungen, Befunde, Gutachten.“ 

Pressestimmen

www.kremayr-scheriau.at






aberland

Aberland. Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
Frühjahr 2015

LONGLIST Deutscher Buchpreis 2015

Bürgerliche Mütter, bürgerliche Töchter: ein bitterböses Porträt zweier Frauen-Generationen

Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat: sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht mit dem Künstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden. Mit Zynismus und verhaltener Selbstreflexion beobachtet sie das Altern der Frauen um sie herum. Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska, 35, die zu Wutausbrüchen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einlösen kann. Auch sie hat ihre Visionen nicht verfolgt, weder beruflich noch privat, und begnügt sich mit einem fast fertigen Studium und einem fast geliebten Mann. Es scheint, als habe sich dieser zahnlose Feminismus von einer Generation an die nächste vererbt.

Gertraud Klemm, die mit einem Kapitel aus diesem Roman den Publikumspreis in Klagenfurt gewann, schildert eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel »ja – aber« die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden, und ihr Blick auf die Lage ist gnadenlos, bissig und (aus Verzweiflung?) wahninnig komisch.

Pressestimmen

Droschl Verlag


herzmilch

Herzmilch. Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
Frühjahr 2014


Getraud Klemms Debüt bei Droschl ist ein vitaler, mitreißender Roman über das Aufwachsen als Frau, über weibliche Biographie, über Geschlechterrollen heute. Die Erzählerin wächst in einem Haus voller Kinder heran, macht von Diätwahn bis Partyrausch, von sexueller Belästigung bis Karrierehemmnissen das Übliche mit – und bleibt zwischen allen gesellschaftlichen Leitbildern orientierungslos und verloren. Zwischen Mutterschaft und Karriere, Autonomie und Fremdbestimmung steuert sie auf ein so normales wie groteskes (vorläufiges) Ende zu. Ein vor Lebendigkeit sprudelnder Entwicklungsroman mit klarem Blick auf alte und neue Geschlechterrollen.

Pressestimmen

Droschl Verlag

















dergeschaelte tag

der geschälte tag.
ein Dialog
Gertraud Klemm, Uta Heinecke

Lyrik, Illustriert

60 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 17 x 24 cm
mit 29 Bildern. 


Der vorliegende Band ist das Produkt einer Kommunikation, die ausschließlich auf künstlerischer Ebene stattfand. Ausgangspunkt war ein Tagebuchtext, dem Bilder folgten, denen wieder Texte folgten. Obwohl die Arbeiten – Bild und Text – stark abstrahiert sind, kristallisierten sich im Arbeitsprozess Metamorphosen heraus, Anhaltspunkte für die Dechiffrierung von einer künstlerischen Disziplin in die nächste.

Zu bestellen im guten Buchhandel oder direkt beim Verlag:
www.literaturedition-noe.at/geschaeltetag.htm





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