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Erbsenzählen Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
160 Seiten, August 2017


Wie kann man in einer von Regeln und Normen durchdrungenen Welt frei leben? Vor nicht weniger als dieser Frage steht die fast 30-jährige Annika. Job geschmissen, mehr kellnernd als studierend lehnt sie sich nonchalant gegen die unsägliche Erbsenzählerei auf: Ehe, Kinder, Eigenheim? Vielleicht noch ein bisschen Karriere? Das soll alles sein? Aber wie lassen sich Ideal und Lebenswirklichkeit vereinbaren, wenn die Gefühlswelt zu ihrem fast doppelt so alten Partner Alfred durcheinandergerät oder sie die »Stieftussi« für dessen 13-jährigen Sohn Elias spielen muss? Gelingt das Entrinnen aus den Mühlen der Bürgerlichkeit? Ebenso scharfzüngig wie humorvoll erzählt Gertraud Klemm von einer Frau, die sich der neoliberalen Leistungs- und der traditionellen Wertegesellschaft zu entziehen versucht.

Pressestimmen:

Wortgewandt und unbarmherzig ... gegen die konventionelle Spießermentalität ... mit erzählerischer Leichtigkeit.
(Judith Hoffmann, Ö1)

Klemm hat Erstaunliches geschafft: Eine ebenso lustige wie traurige Geschichte, in der sich viel Lebensklugheit unterhaltsam vermittelt. Ein kleines großes Buch.
(Wolfgang Huber-Lang, APA)

Dieses Erzählen zeichnet eine Lust am bösen Blick aus, an der misanthropischen Tirade, die der Leserin je nach Disposition gallige Freude bereitet oder schmerzhaft zu nahe tritt.
(Julia Schröder/DLR/Büchermarkt)

Mit dem Titel Erbsenzählen umkreist Gertraud Klemm ein zentrales Thema ihres Romans: Annika lebt in einer Welt, in der jeder und jede darauf aus ist, möglichst viele Erbsen einzufahren – Erbsenzählen als Metapher für das kapitalistische System des Anhäufens. Wer anhäuft, ist erfolgreich, angesehen, bestimmt, wohin die Kugel rollt.
(Herbert Först, Literaturhaus Wien)

In Gertraud Klemms neuem Roman geht es vordergründig viel um Liebe, mehr noch um Sexualität, aber vor allem um die Abgründe eines perspektivenlosen Lebens der Jetztzeit, das die heutige Gesellschaft, die von Regeln und Normen durchsetzt ist, ständig und kritisch hinterfragt. (Wolfgang Kühn, DUM)

Es wird beobachtet, kommentiert und erzählt. Spitz, kritisch und ironisch. Der Mensch mit all seinen Schwächen, Eitelkeiten und Rollen steht im Mittelpunkt. Mir hat dieser kleine, feine Roman wieder wunderbar gefallen. (Petris, Lovelybooks)

Klemm schleudert giftige Pfeile auf den machohaften Kulturbetrieb, auf abgestandene Lieben, auf ihre Kinder hofierende Eltern, auf die Ökonomisierung von Beziehungen … scharfzüngig und genau beobachtet. (Carola Ebeling, Missy Magazine)

Erbsenzählen glänzt mit satirischen und selbstironischen Elementen, verbindet Humor mit Formulierungskunst, ist originell, ohne aufdringlich zu sein. (Salzburger Nachrichten)

Ein gescheites und unterhaltsames Buch, nicht nur für Frauen. (Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung)

In zehn Kapiteln erzählt Gertraud Klemm mit feinem Gespür und ironischem Stil von den Unwägbarkeiten einer Beziehung. (Cornelia Stahl, etcetera)



Droschl Verlag







aberland

Muttergehäuse Gertraud Klemm.
Roman
Kremayr & Scheriau
Frühjahr 2016


Eine Frau will ein Kind, aber ihr Körper versagt es ihr. Also nimmt sie den Kampf gegen sich selbst auf und macht ihren Körper zum Feind. Als sie sich zur Adoption eines afrikanischen Kindes entscheidet, ist ihr Defizit für alle sichtbar. Freunde werden zu Leuten und Leute zu Fremden. Die Mühlen der Bürokratie tun ihr Übriges. Ein kämpferischer Roman, ein Plädoyer für ein Leben abseits der Norm. Gertraud Klemm ist Meisterin darin, der Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vorzuhalten. In wütender und poetisch kraftvoller Sprache, geht sie ihren Figuren auf den Grund, bis sie vollkommen entblößt sind und nackt vor uns stehen.
„Mein Embryo wird in Papier gepackt, Schicht um Schicht. Formulare sind sein Uterus, ein kaltes Knistern sein Nest. Schranken begrenzen meine Mutterschaft, Bewilligungen, rechte Winkel, Bedingungen, Befunde, Gutachten.“ 

Pressestimmen:

Wenn Gertraud Klemm in die Abgründe des Frauseins blickt, kann man sicher sein, dass ein wutschäumender, mitreißender, großartiger Text dabei herauskommt.
Fatma Aydemir, Taz

(...) ein spannender, dichter Erzähltext. Immer wieder blitzen scharfe Erkenntnisse auf, konzentriert in überzeugenden Metaphern und pointierten Formulierungen.
Christian Schacherreiter, Wiener Zeitung

Klemm bezieht Position, zwingt die Leserinnen und Leser mitzufühlen, mitzuleiden, Stellung zu beziehen. Knapp und hart formulierte Bilder und Metaphern, dazu packende Traumsequenzen machen den Text sehr dicht, aber nicht schwer.
Thomas Jorda, NÖN

Gertraud Klemm hat ein schönes, einfühlsames Buch geschrieben über den Wunsch, eine Familie mit Kindern zu sein.
Annemarie Stoltenberg, NDR

Originelle Formulierungen und unkonventionelle Bilder.
Wolfgang Huber-Lang, APA

Wenn Klemm als genaue Beobachterin gegen Rudelverhalten, Ratgebersprache und Behörden ins Feld zieht, dann ist ihr Ton unbarmherzig und analytisch. Ihre Literatur funktioniert als Kritik an unhaltbaren Denkmustern, die aus purer Gewohnheit nicht (mehr) hinterfragt werden.
Uschi Loigge, Kleine Zeitung

www.kremayr-scheriau.at






aberland

Aberland. Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
Frühjahr 2015

LONGLIST Deutscher Buchpreis 2015

Bürgerliche Mütter, bürgerliche Töchter: ein bitterböses Porträt zweier Frauen-Generationen

Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat: sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht mit dem Künstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden. Mit Zynismus und verhaltener Selbstreflexion beobachtet sie das Altern der Frauen um sie herum. Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska, 35, die zu Wutausbrüchen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einlösen kann. Auch sie hat ihre Visionen nicht verfolgt, weder beruflich noch privat, und begnügt sich mit einem fast fertigen Studium und einem fast geliebten Mann. Es scheint, als habe sich dieser zahnlose Feminismus von einer Generation an die nächste vererbt.

Gertraud Klemm, die mit einem Kapitel aus diesem Roman den Publikumspreis in Klagenfurt gewann, schildert eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel »ja – aber« die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden, und ihr Blick auf die Lage ist gnadenlos, bissig und (aus Verzweiflung?) wahninnig komisch.

»In ihrem Roman Aberland zeigt die österreichische Autorin Gertraud Klemm, wie die moderne Frau in uralte Fallen tappt.« (Fatma Aydemir, taz) 

»Gertraud Klemm hat eine feine Beobachtungsgabe und ein tiefes Interesse daran, wie Menschen leben und vor allem: ein großes sprachliches Talent.« (ZDF aspekte)

»Klemm arbeitet ihre Sätze sprachlich sehr genau aus; sie ist eine tolle Beobachterin, ihre Präzision trifft die wunden Punkte.« (Carola Ebeling, Zeit ONLINE)

»Mit ihren Texten erhebt die Autorin auf hohem Niveau in ganz eindeutig feministischer Absicht ihre Stimme und zettelt wieder an, was vielfach brach liegt. Sie benötigt dazu keine banale Keule, auch keinen dogmatisch wedelnden Zeigefinger, Klemm arbeitet mit genauer Sprache und umwerfendem, bösem Witz.« (Sylvia Treudl)

»Es war ein Lesegenuss zwischen Schmunzeln und Lachen, das mir im Halse stecken blieb. Gleichzeitig ist dieses bitterböse Porträt zweier Frauengenerationen mit so einer gekonnten Sprachwucht geschrieben, dass die Vergleiche mit Streeruwitz und Bernhard nicht weit hergeholt sind.« (Samy Wiltschek, Buchhandlung Jastram, Ulm)

»Gertraud Klemms zweiter Roman hat Blockbuster-Qualitäten.« (Astrid Schwarz, fm4)

»Gnadenlos, bitterböse und auf schmerzhafte Weise unterhaltsam.« (Christoph Hartner, Kronenzeitung)

»Ein Roman-Furioso, dem man in dieser Intensität nur selten begegnet ... gnadenlos komisch und gallbitter, entlarvend, unentbehrlich.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»In ihrem neuen Roman rechnet Gertraud Klemm mit den Verhängnissen der Fortpflanzung ab - Große Literatur!« (Fatma Aydemir, Missy Magazin)

»Wortmächtig und kraftvoll entwirft Gertraud Klemm ein Panorama weiblicher Perspektivenlosigkeit angesichts ungefragt tradierter Geschlechterrollen, tragikomisch untermalt von der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden.« (Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten)

»Immer wieder überraschende Formulierungen und originelle Sprachbilder.« (Tiroler Tageszeitung/APA)

»Ich wünsche dem Buch nicht nur weibliche Leser, sondern auch viele männliche. Denn auch sie müssen die angestammten Geschlechterrollen verlassen und sich auf den unsicheren Weg der Suche nach neuen Mustern machen.« (Winfried Stanzick, buecher.de, lovelybooks, amazon.de, buechertreff.de, ebook.de)


Droschl Verlag


herzmilch

Herzmilch. Gertraud Klemm.
Roman
Literaturverlag Droschl
Frühjahr 2014


Getraud Klemms Debüt bei Droschl ist ein vitaler, mitreißender Roman über das Aufwachsen als Frau, über weibliche Biographie, über Geschlechterrollen heute. Die Erzählerin wächst in einem Haus voller Kinder heran, macht von Diätwahn bis Partyrausch, von sexueller Belästigung bis Karrierehemmnissen das Übliche mit – und bleibt zwischen allen gesellschaftlichen Leitbildern orientierungslos und verloren. Zwischen Mutterschaft und Karriere, Autonomie und Fremdbestimmung steuert sie auf ein so normales wie groteskes (vorläufiges) Ende zu. Ein vor Lebendigkeit sprudelnder Entwicklungsroman mit klarem Blick auf alte und neue Geschlechterrollen.

"Wunderbar wütend erzählte Geschichte einer Frau, die nicht in die ihr zugedachten Rollen schlüpfen will." (Margarete Stokowski, TAZ)

»Ein von Sprachkraft und kritischer Ernsthaftigkeit geprägtes Debüt« (Christian Metz, FAZ)

»Gertraud Klemms Romanerstling ist eine glasklare und nüchterne Bestandsaufnahme und zugleich eine sehr poetische Anklage.« (Barbara Geschwinde, WDR5)

»Mit erstaunlichem Mut, mit wilder Entschlossenheit und Humor fasst Klemm das Thema Frau-Sein an und gibt ihm mit viel Witz eine bekömmliche, bisweilen aber auch beklemmende Frische.« (Herbert Först, Literaturhaus Wien)

»Pflichtlektüre« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Eine eigenständige Stimme, die zugleich melancholisch und kämpferisch, berührend und humoristisch, hoch literarisch und leicht verständlich ist.« (Christoph Hartner, Kronenzeitung)

»Klemms Mischung aus Ironie, Wut und bissig-literarischer Analyse macht diesen Roman so lebendig - und immer wieder die schönen und klugen Sätze, die die Dinge auf den Punkt bringen und verdichten.« (Carola Ebeling, Missy Magazin)

»Gertraud Klemm schreibt gegen die Vorgaben der Gesellschaft für den weiblichen Lebensplan an - kraftvolle Prosa.« (Anton Thuswaldner, Furche)  

"Wer hätte gedacht, dass sich der abgegriffensten aller Metaphern, dem Herzen, noch solche Intensität abgewinnen lässt?" (Oliver Pfohlmann, NZZ)

Droschl Verlag

















dergeschaelte tag

der geschälte tag.
ein Dialog
Gertraud Klemm, Uta Heinecke

Lyrik, Illustriert

60 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 17 x 24 cm
mit 29 Bildern. 


Der vorliegende Band ist das Produkt einer Kommunikation, die ausschließlich auf künstlerischer Ebene stattfand. Ausgangspunkt war ein Tagebuchtext, dem Bilder folgten, denen wieder Texte folgten. Obwohl die Arbeiten – Bild und Text – stark abstrahiert sind, kristallisierten sich im Arbeitsprozess Metamorphosen heraus, Anhaltspunkte für die Dechiffrierung von einer künstlerischen Disziplin in die nächste.

Zu bestellen im guten Buchhandel oder direkt beim Verlag:
www.literaturedition-noe.at/geschaeltetag.htm